Montag 6.9.2010, 01:21 Uhr
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Kulturgeschichte zum Streicheln

Tierpark Arche Warder

Der Tierpark Arche Warder ist europaweit das größte Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. Es liegt in der Mitte von Schleswig-Holstein, eingebettet in die wunderschöne Landschaft des Naturparks Westensee. Nur etwa 45 Minuten von Hamburg entfernt leben hier über 800 Tiere aus 70 verschiedenen alten Rassen.

Gefährdete Nutz- und Haustiere wie das Wollschwein, die Lockengans und der Poitou-Esel sind auf einem 40 Hektar großen Gelände artgerecht untergebracht. Der Besucher erfährt, aus welcher Region die Tiere stammen und was sie auszeichnet. „Von manchen Arten gibt es weltweit oft nicht mehr als 100 - 200 Exemplare“, erklärt Priv. Doz. Dr. Dr. Kai Frölich, Direktor der Arche. Damit sind diese Haus- und Nutztiere ebenso gefährdet wie manche Wildtierrassen.

Pferdeflüstern für Anfänger

Mehrmals jährlich erwacht das im Park gelegene Steinzeitdorf zum Leben und der Alltag unserer Ahnen erscheint gegenwärtig: Wie wird Honig geerntet? Wie entsteht ein Pinsel aus Schweineborsten? Wie hackt man Holz ohne Metallaxt? Wie macht man Feuer ohne Zündhölzer? Altes Wissen wird von den Mitarbeitern des Tierparks praktisch vermittelt.

Weitere Highlights zum Mitmachen in der Arche Warder sind die Schafschur Ende Mai, Workshops mit einem Pferdeflüsterer und große Mittelalterfestivals im Mai und im September.

Die kleinen Besucher können in der Strohburg und auf den Spielplätzen toben sowie in den Streichelgehegen auf Tuchfühlung mit den Tieren gehen. Pädagogisch maßgeschneiderte Informationsangebote wie „Vom Schaf zur Wolle“ sowie Ferienprogramme für Kinder stehen ebenfalls auf dem Programm der Arche Warder. Für preiswerte Übernachtungen im Tierpark stehen den Besuchern rustikale Hütten oder eine liebevoll eingerichtete Ferienwohnung zur Verfügung.

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